Seminarzentrum für Tiergesundheit in Ostwestfalen-Lippe





Impfungen bei Hunden

Welche Schutzimpfungen für Hunde sind wirklich sinnvoll?

Autor: Ricarda Dill | Datum: 22.10.2018

Tierbesitzer sind immer wieder verunsichert, wenn es um die Impfung ihres Haustieres geht. Einen Ratgeber für Haustiere hat Monika Peichl herausgegeben: “Haustiere impfen mit Verstand“, 1. Aufl. 2006, Norbert Höpfinger Verlag.

 Für Hunde lautet das Wichtigste in Kürze:

  1. Die wichtigsten Impfungen für Hunde schützen weit länger als ein Jahr. Das haben Langzeitstudien gezeigt.
  2. Hauptimpfungen (sog. core vaccinations) für Hunde sind die gegen Staupe, Parvo und Hepatitis. Diese Impfungen sollten alle Hunde erhalten. Sie schützen nach richtiger Grundimmunisierung viele Jahre, nach Ansicht mancher Autoren lebenslang.
  3. Manche Impfstoffe sind längst nicht so wirksam wie suggeriert wird: dies gilt für die Impfungen gegen Zwingerhusten, Leptospirose und Borreliose.
  4. Je mehr Impfstoffe gleichzeitig gegeben werden, desto höher ist das Risiko einer Nebenwirkung.
  5. Je kleiner der Hund und je mehr Impfstoffe gleichzeitig gegeben werden, desto höher ist das Risiko einer unerwünschten Impfwirkung.
  6. Hunde, die schon einmal eine schwere Nebenwirkung hatten, sollten nie wieder geimpft werden.

Bei Hunden mit schweren chronischen Erkrankungen, wie z.B. Allergien, Autoimmunerkrankungen, Tumorerkrankungen etc. sollten für das konkrete Tier die Risiken einer Impfung sorgfältig gegen den Nutzen abgewogen werden. Als Tierhalter sollten Sie sich in diesem Fall sorgfältig beraten lassen.

 Wenn Sie mehr über dieses Thema wissen wollen, kommen Sie zum Seminar von Monika Peichl am 20. April 2012 ins Seminarzentrum für Tiergesundheit. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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